16. September 2025

9. Parlamentarischer Frühschoppen

dbb Landeschef macht klare Ansagen

  • 9. Parlamentarischer Frühschoppen des dbb beamtenbund und tarifunion berlin 2025 Fotos: dbb berlin
  • Die stellvertretenden Landesvorsitzenden des dbb berlin, Synnöve Nüchter, Martina Riedel und Torsten Jaehne sowie Geschäftsstellenmitarbeiterin Patrizia von Zobeltitz (2. v. r.)
  • dbb Landeschef Frank Becker begrüßt die Gäste zum 9. Parlamentarischen Frühschoppen
  • Grußwort der Präsidentin des Abgeordnetenhaus von Berlin, Cornelia Seibeld.
  • Foto: JET_FOTO Personalstaatssekretär, Wolfgang Schyrocki.
  • Ein gerngesehener Gast beim dbb berlin, Karin Klingen, Präsidentin des Landesrechnungshof Berlin.
  • Foto: JET_FOTO Gut gelaunt: Justizsenatorin Felor Badenberg und dbb Landeschef Frank Becker.
  • Foto: JET_FOTO Justizsenatorin Felor Badenberg mit Vertreter/innen des BSBD Berlin.
  • Vertreter/innen der CDU Berlin genießen den Parlamentarischen Frühschoppen in der Sonne.
  • Foto: JET_FOTO Finanzstaatssekretärin Tanja Mildenberger im Gespräch mit dbb Landeschef Frank Becker.
  • Foto: JET_FOTO Auch dabei: Die Intendantin des rbb mit Frank Becker (dbb Landeschef und Vorsitzender des rbb Rundfunkrates).
  • Foto: JET_FOTO Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin Christian Goiny und Stephan Standfuß mit dbb Landeschef Frank Becker.

Der Vorsitzende des dbb berlin, Frank Becker, hat den 9. Parlamentarischen Frühschoppen des dbb  berlin am13. September 2025 mit klaren Ansagen an die Politik eröffnet: „Wer wie die Beamtinnen und Beamteneinen Eid auf die Verfassung geleistet hat, darf erwarten, auch verfassungsgemäß bezahlt zu werden“, brachte Becker die Empörung der Betroffenen über ein jahrelang verschlepptes Reparaturgesetz auf den Punkt. Mit einem solchen Gesetz hätten längst die Verstöße gegen die amtsangemessenen Alimentation bei der Besoldung der Landesbeamten bereinigt werden müssen.

Unerträglich nannte Becker darüber hinaus die andauernden Zuständigkeitsquerelen um die Dokumentation von Gewalttaten gegen Landesbeschäftigte, die nach wie vor den Abschluss einer Dienstvereinbarung zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gewalt verhindern.

Beschäftigte nicht im Stich lassen

„Der Staat darf seine Beschäftigten nicht im Stich lassen“, warnte Becker angesichts der wachsenden Gewalt, die auch ein Anzeichen für den Ansehensverlust des Staates selbst ist. Eine vom dbb Bund in Auftrag gegebene Forsa-Studie hatte unter anderem ausgewiesen, dass das Vertrauen in die Fähigkeit des Staates, seine vielfältigen Aufgaben und Probleme erfüllen bzw. lösen zu können nur noch bei 23 Prozent liegt.

Zuständigkeitsgerangel dauert an

Die Tragweite diese Entwicklung und die damit verbundene Zunahme von Frustration und Gewalt gegenüber den Beschäftigten des Staates, werde aber offenbar in der Senatsverwaltung für Inneres immer noch nicht erkannt. Trotz einer durch den dbb berlin veranlassten Intervention des Regierenden Bürgermeisters behindere man dort mit einem Zuständigkeitsgerangel die längst überfällige Dienstvereinbarung.

Keinerlei Verständnis zeigte Becker auch über Kritik an zu viel Büroraum für den öffentlichen Dienst in Berlin. „Besetzt doch erstmal die freien Stellen, dann erübrigt sich die Diskussion“, konterte der dbb Landeschef.

Einen ausfühlichen Bericht gibt es in der Oktober Ausgabe des hauptstadt magazin.

Einige ausgewählte Fotos: s. Fotostrecke